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Arbeitsrechtskanzlei Groll & Partner, Arbeitsrecht Frankfurt

































09. Oct 2008: Managerhaftung

"Nieten in Nadelstreifen" sollen zahlen

Vielen Topmanagern passiert bislang nichts, wenn ihr Unternehmen vor die Hunde geht. Das soll sich nach dem Willen der Bundesregierung ändern. Doch hessische Unternehmerverbände und Arbeitsrechtler sind skeptisch.

Spitzenmanager sollen nach Plänen der großen Koalition in Berlin bald stärker mit eigenem Geld für Fehler haften. Die Union erwägt angesichts der weltweiten Finanzkrise, dass Vorstände mit bis zu zwei Jahresgehältern zur Rechenschaft gezogen werden sollen, wenn sie ihre Firma in Schieflage bringen. Auch die hohen Abfindungen stehen massiv in der Kritik. Ein Jahr vor der Wahl wollen Union und SPD nun handeln, um "Nieten in Nadelstreifen" stärker für Missmanagement abzustrafen.

Den Bogen überspannt

"Wenn die da Scheiße bauen, dann sollen sie bestraft werden wie jeder kleine Mann", lautet am Mittwoch der Tenor einer Umfrage in der Frankfurter Innenstadt. Genau so sieht es auch die Frankfurter Unternehmerin Marion Catacchio: "Da reitet ein Manager seine Firma ins Verderben und darf am Ende mit einer Millionenabfindung rechnen." Soviel Schutz oder Absicherung hätten kleine Unternehmer nicht.

Viele Manager haben den Bogen überspannt, meint auch die Landes-CDU. Für solche Geschäfte auch noch gutes Geld zu bekommen, das sei nicht mehr vorstellbar. Schon gar nicht zu Zeiten der Finanzkrise. Ihre Forderung: Das Haftungsrecht muss spürbar verschärft werden.

Eine Frage des Systems

Für Experten ist die Idee nicht neu. "Sollten Manager grob gegen ihre Pflichten verstoßen haften sie auch heute schon", sagt Peter Groll von der Frankfurter Arbeitsrechtskanzlei Groll und Partner. Nach Paragraf 93 des Aktiengesetzes können - wie in den USA - Konzernchefs bei schuldhaft entstandenen Schäden für das Unternehmen im Extremfall mit ihrem gesamten Privatvermögen herangezogen werden. Hierbei ist es Sache des Aufsichtsrats, Ansprüche gegen den Manager durchzusetzen. Diese Ansprüche würden aber kaum zur Anwendung kommen, meint Ulrich Kirsch von der Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände.

Ein Ansatz wäre es, bereits im Vorfeld zu handeln - beispielsweise bei Prämienzahlungen oder Abfindungen. Anstatt hierbei ausschließlich auf den Aktienkurs zu achten, könnten Aspekte wie die Zahl der Arbeitsplätze oder das Erschließen anderer Märkte berücksichtigt werden. Nicht die Manager seien an den Katastrophen schuld, sondern eher die Bedingungen im System, meint Kirsch. Das Strafrecht ändere nicht viel an der Moral. Andere Methoden seien gefragt.

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=3058&key=standard_document_35453732

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Presse im Überblick:

14.10.2014 Frankfurter Rundschau - 08.10.2014
Artikel: Pharma-Konzern Merz plant Entlassungen in Frankfurt
17.01.2014 Deutsches Ärzteblatt - 15.01.2014
Artikel: Eingruppierung von Oberärzten - Häufiger Streitpunkt vor Gericht
08.11.2013 www.personal-erfolg.de - 01.11.2013
Artikel: Wann darf der Arbeitgeber kündigen?
14.02.2013 hr-online.de - 25.01.2013
Artikel: Extreme Wetterlage - wann dürfen Arbeitnehmer zu Hause bleiben? in hr-online.de am 25.01.2013
27.06.2012 Zukunfts-Poker
Artikel "Zukunfts-Poker" im TOP-Magazin Frankfurt
31.05.2012 Radiointerview - 25.05.2012
Radiointerview hrInfo
07.03.2012 Radiointerview - 07.03.2012
Radiointerview hrInfo
11.10.2011 ftd.de - 11.10.2011
Artikel: Gericht entscheidet über Boni-Kürzungen in ftd.de am 11.10.2011
13.09.2011 wiwo.de - 06.09.2011
Artikel: Post-It Wars Über Humor entscheidet der Arbeitgeber in wiwo.de am 06.09.2011
21.10.2010 bloomberg.com - 15.10.2010
Artikel: Ex-Hypo Real Estate CEO Funke Wins Ruling, $211,000 in Suit Over Dismissal in bloomberg.com am 15.10.2010
21.06.2010 faz.net - 18.06.2010
Artikel: Zwei Stunden Urlaub im Arbeitsrecht nicht vorgesehen in faz.net am 18.06.2010
27.10.2009 spiegel.de - 21.10.2009
Artikel: Bonus-Zoff: Anwälte werfen Commerzbank Scheinheiligkeit vor - in spiegel.de am 21.10.2009
21.01.2009 WirtschaftsWoche Ausgabe 4/2009
Interview "Lieber optimal als maximal; Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Peter Groll in WirtschaftsWoche, am 19.01.2009
19.09.2008 Wirtschaftswoche.de - 17.09.2008
Artikel: Lehman-Pleite: Was Mitarbeiter beachten sollten in wiwo.de am 17.09.2008
17.06.2008 Wirtschaftswoche Ausgabe 20/2008
Artikel "Kündigung im Hinterkopf"; Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Peter Groll in WirtschaftsWoche, am 10.05.2008
01.11.2007 Wirtschaftswoche.de - 24.10.2007
Artikel: Bonus muss anteilig gezahlt werden in www.wiwo.de am 24.10.2007
01.11.2007 Artikel eFinancialCareers, 30.10.2007
Per Klage zum Bonus
24.10.2007 Pressemitteilung vom 24.10.2007
Leistungsbezogenes Bonussystem im Bankhaus Metzler für unwirksam erklärt

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